Translate

Posts mit dem Label Livereview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Livereview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Juni 2015

Lazy Sunday on Monday

„Leider müssen wir die Veranstaltung wetterbedingt auf morgen Montag, den 01.06.2015, verschieben.“ So lautet das Posting auf Facebook, welches die Gäste des „Lazy Sunday“ am letzten Sonntag im Mai erreichte. Es waren mögliche Gewitter und Regenfälle für den Raum Graz angekündigt, weswegen das Open Air für diesen Tag abgesagt und auf den nächsten verschoben werden musste.

Das bot jedoch keine Minderung des Publikums. Bereits eine Stunde vor offiziellem Start am Montag um 18 Uhr, hatten sich bereits zahlreiche Leute eingefunden und besetzten Bänke, Tische und Wiese.
IMG_0023
Um 18 Uhr war es mittlerweile schon wirklich schwer, noch einen Platz in der Wiese zu finden. Aufgrund der rund 3600 Zusagen, die diese Veranstaltung bei Facebook erzielte, konnte man erahnen, was sich auf der Fläche vor dem Parkhouse, dem Veranstaltungsort und zeitgleich Veranstalter, abspielen würde. Kaum ein Fleck war nicht besetzt und auf den Wegen durch den Stadtpark, hatten sich ebenfalls massenweise Personen auf den Bänken und Wiesen niedergelassen.
Leider war aufgrund einer Wetterwarnung mit Hagel der Start erneut ungewiss. Um 19:30 wurde dann die Entscheidung getroffen und die Worte „Besser spielen wir bis zum Hagel, als dass wir gar nicht spielen. Lasst uns den Leuten eine Show bieten, die sie nicht so schnell vergessen werden!“ fielen.


Karma Klub
Karma Klub
Karma Klub betraten als erste die Bühne und die Menge war gespannt. Die 4 Jungs rockten sich bei einem österreichweiten Bandcontest bereits in das Steiermarkfinale, welches sie gewannen und infolge dessen ein Open Air in der Arena Wien spielten. Mit ihren 60ies Dance Beat brachten sie auch ohne weiteres das Parkhouse und die Umgebung zum Tanzen. Mit dabei war auch ihre Single „Private Prophecy“, welche bei einem lokalen Radiosender auf und ab gespielt wird und den Gästen offensichtlich bereits bekannt war. Lautstark sangen sie mit, wenn sie nicht gerade mit tanzen beschäftigt waren.

Zur selben Zeit zogen nördlich und südlich des Stadtparks Unwetter mit Hagel vorbei. Jedoch schafften es nur ein paar vereinzelte Tropfen in den Stadtpark und passend zum Auftritt des zweiten und letzten Acts, Snap DazeD, wurde der Himmel wolkenlos.

Dass Snap DazeD nicht ohne Grund die Headliner waren, wurde bereits bei ihrer ersten Nummer „Willcome“ bewiesen. Mit Krach und Saxophon legten sie los und boten von Anfang an eine ausgezeichnete Show. Ihr Poprock/Folk/Reggae Mix versprühte eine Energie, welche auch das Publikum sofort spürte, so dass sich dieses von dem Tanzfieber und der Feierlaune der Band sofort anstecken ließ. Platz vor der Bühne suchte man bei dieser Band vergebens, denn zwischen den ganzen feiernden Menschen gab es nur noch wenig bis keinen freien Raum. Mit Liedern wie „Intergalactic Space“ und „Knocking on your Butt“, welche auf ihrer CD „Lacunas Love Loud“ erschienen sind, spielten sie auch ein paar ihrer - fast schon – Klassiker, die auch den letzten auf der Wiese zum Tanzen und Singen bewegte. „Lovetalk“ war wohl der Ohrwurm des Abends, welcher allen in Erinnerung bleiben wird, denn er vermittelt das, wofür die Band steht: „Love, Love, Love…“

Snap Dazed
Snap DazeD
 
 Der Abend wurde tontechnisch optimal von Martin Klement supportet, welcher in seiner Tätigkeit als Tontechniker für Livebands bereits jahrelange Erfahrung gesammelt hat und auch den Bands bereits bekannt war. Für das Booking verantwortlich war Peter Lessing, der selbst als Sänger bei Millions of Dreads tätig ist. Ein Lob an die ganzen Mitarbeiter, die diesen Abend unterstützten.

Der „Lazy Sunday“ am Montagabend wird vielen Leuten noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

Montag, 6. April 2015

Autopilot

Auf nach Budapest!

So lautet das Motto meines Oster-Wochenendes, als ich etwa eine Woche zuvor eine Einladung zu einem Konzert in Ungarn erhielt. Anfangs überlegte ich noch, ob ich mir das am Wochenende wirklich antun will, da der Reise aufgrund der Urlauber, welche das lange Wochenende ausnutzen werden, ziemlich stressig und overcrowded hätte werden können.


Da man mir allerdings mitgeteilt hatte, dass man mich auf die Gästeliste gesetzt hat, und mir über eine EP, welche auf Spotify zu finden ist, das ganze ordentlich schmackhaft gemacht hatte, entschloss ich mich doch noch, die Einladung anzunehmen und mich auf den Weg nach Budapest zu machen.



Nach knappen 6 Stunden Zugfahrt, kam ich schließlich in Budapest an. Ich war schon wirklich gespannt, ob sich die lange Reise ausgezahlt hat. Falls nicht musikalisch, hätte Budapest immerhin noch eine gute Partymeile zu bieten.


Nach dem Check-In im Hotel, begab ich mich gleich zu dem Club, in welchem das Konzert stattfinden und ich die Band vor Beginn noch für ein kleines Interview treffen würde.

Sänger/Bassist Köge und Drummer Zslot erwarteten mich bereits. Sie empfingen mich im Vorraum des Clubs, während eine weitere Band des Abends einen schier endlos langen Soundcheck durchführte.

Köge, als Bandleader, führte AUTOPILOT durch das gesamte Interview. Er erzählte, dass er stolz darauf sei, heute zum ihren ersten richtigen Drummer zu präsentieren. Unter AUTOPILOT schlossen sich bereits im September 2012 der Sänger Köge und der - zum Zeitpunkt des Beginns des Interviews noch nach Essen suchende und somit nicht anwesende - Gitarrist Márton zusammen. Geplagt von der ewigen Suchen nach einen Drummer, welcher ebenfalls die Zeit aufbringen konnte, welche die zwei Bandgründer aufbrachten, wechselten sie in den letzten immer wieder ihre Drummer. Sie hatten zwischenzeitlich sogar zwei Drummer zur selben Zeit, die sich aus Zeitgründen bei den Auftritten der Band abwechselten.

 Für die Aufnahmen ihrer EP, stand ihnen Andi, die Drummerin der Band BeelzeBoob bei, welche zu dieser Zeit auch aktiv bei AUTOPILOT tätig war. Sie war ebenfalls bei dem Konzert anzutreffen und erwähnte mir gegenüber, dass sie es schade findet, dass sie nicht mehr in der Band ist, aber es würde sich einfach nicht ausgehen, da Autopilot viel Zeit in Anspruch nimmt. 2013 tourten sie mit der vor allem in Ungarn sehr bekannten Band Junkies quer durch das Heimatland.

Die EP "A is for Autopilot" wurde mittlerweile vor gut anderthalb Jahren released und findet sich mittlerweile auf verschiedenen Plattformen wie Deezer, Soundcloud, GooglePlay, Amazon, iTunes und Spotify.

!!!Hier muss ich anmerken, wer eine Band gut findet, und diese die ganze Zeit über Spotify anhört, sollte, um sie zu unterstützen, die Lieder besser downloaden. Auf Spotify müsste man sich das Lied eines Interpreten ungefähr 1000 mal anhören, bis dieser dasselbe Geld bekommt, was er für einen Download für € 0,99 bekommen würde. Die Konditionen sind vernichtend!!!

Mittlerweile kam Márton von seiner gelungenen Suche nach Nahrhaftem zurück und gesellte sich zu uns. Gemeinsam erklärten die beiden, dass sie Momentan an einer neuen EP und einem Musikvideo arbeiten. Viel wollen sie noch nicht verraten, aber die ersten Bilder auf Facebook lassen vermuten, dass es sich um ein episches Projekt handeln wird. Aktuell planen sie eine Tour für Herbst, welche sie quer durch Europa führen wird, unter anderem sogar nach Österreich!


Der Soundcheck der anderen Band endete und AUTOPILOT erklärten mir, dass sie nun noch checken müssten und nicht viel Zeit hätten, da die Band extrem lange gebraucht hat. (Tatsächlich braucht die Band weit über 60 Minuten für 2 Gitarren, Drums, Bass und Keyboard und Gesang)






Jetzt aber zum Konzert:


Ich durfte mich bereits beim Soundcheck von AUTOPILOT davon überzeugen, dass diese Band bereits eine gewisse Erfahrung auf der Bühne gesammelt hatte. Zwischen all den Späßen die sie mit dem Tontechniker machten, wirkten sie stets professionell und konnten so, gemeinsam mit dem Tontechniker, den ganze Sound schnell und außerordentlich einstellen. Der Techniker selber wirkte sehr erfreut über die Professionalität der Band, lobte sie und bedankte sich sogar bei ihnen, da es endlich eine Band war, welche wisse, wie man einen richtigen Soundcheck durchführt.



Um kurz nach halb 9 am Abend konnte das Konzert schließlich beginnen. Es haben sich um die hundert Menschen bei AUTOPILOT eingefunden, welche den Abend eröffneten (Was daran lag, dass ihr letztes Konzert vor fast einem Jahr gewesen ist und sie seitdem mit dem Schreiben und Erarbeiten ihrer Lieder beschäftigt waren).






Auf ihrer Setlist standen zwölf Nummern. Zwölf Lieder, die es in sich hatten. Vom ersten Ton weg war dem Publikum eines klar: Das ist AUTOPILOT!



Ihre Musik wirkte wie eine gute Mischung zwischen Rock (richtig reinen Rock. Kein Hard Rock oder Rock'n'Roll, sondern frischer reiner Rock), Grunge und ein wenig Punk. Ich knipste zu Beginn noch Fotos, musste aber meine Kamera nach kurzer Zeit weglegen, da ich mich einfach bewegen musste. Ihre Musik reißt einen förmlich mit. Köpfe beginnen zu bangen, Körper zu wackeln.




Fuck! Ich hatte viel erwartet, aber nicht eine Band, welche so gut sein würde. Mir wurde während ihres Konzertes eines bewusst: Nach AUTOPILOT kommt nicht viel. Die zwei Bands, welche nach ihnen die Bühne betraten waren gut, aber AUTOPILOT war die Überraschung und die Band des Abends. Sie hatten das Publikum von Anfang fest in Griff und Köge strahlte am Mikro einfach eine unglaubliche Sympathie und Energie aus, über welche nur wenige Bandleader verfügen.





Ich werde definitiv wieder zu einem Konzert von ihnen gehen, und sollte es wieder in Budapest sein. Diese Reise zahlt sich auf alle Fälle aus! Ihr könnt das nächste Mal gerne mit mir mitkommen und euch überzeugen!

Wenn mich jetzt wer nach puren und freshen Rockbands fragt, werde ich wohl nicht mehr auskommen ohne eine bestimmte in meiner Aufzählung zu erwähnen: AUTOPILOT.

Sonntag, 15. Februar 2015

Luxusgold

Normalerweise bin ich strickt dagegen, Reviews von Bands zu schreiben, welcher ich selbst als Supportact zur Seite stand, aber ich muss es einfach machen, da diese Band einfach... Lest selbst:


Wir standen im Rockhaus Ilz und warteten auf den Main Act. Es war der erste Auftritt dieser Band und man stand erwartungsvoll herum und war gespannt, was diese vier Jungs vorbereitet haben.

Da ertönte durch die Anlage der Bar die Titelmelodie. Die Band betrat den Raum durch die Hintertür. Sie warfen mit Leucht-Knichtlichter um sich un die unzählig große Menge ab Leuten wusste, dass die Party jetzt angefangen hatte. Ein großer Auftritt für eine Band die ihr erstes Konzert spielte, aber man hätte meinen können, dass es bereits ihr 37. Konzert ist.

Von Anfang an wurde durchgehend gefeiert und es war wohl die Party des Jahres. Gestartet wurde mit dem Song High Quality, und das war auch das ganze Konzert angesagt. Unverwechselbarer Klang, ein einzigartiger Sound, welcher von dem professionellen Tontechniker von Neodisco - Andreas H. - gemischt wurde und ein Ohrwurm gejagt von dem anderen. Die Band versteht, wie man Stimmung macht und Lieder schreibt.

Die Massen sangen bereits beim ersten Lied mit. Alle sind begeistert. Alle tanzen. Und es wird ein Gefühl versprüht... Verurteilt mich dafür, aber ich sag es mal so: Scheiß auf Deichkind, Frittenbude und Co. Es gibt eine neue Band, die unsere nächste neue Lieblingsband wird.
Man wusste, man ist bei der Geburt der Stars von Morgen dabei, und diese tragen den Namen LUXUSGOLD.

Laola-Wellen, Niederknien und springen. Schreien und gespannt auf den Drop warten und mitsingen. Man konnte alles machen und machte es natürlich. Die Frontmänner Dominik S. und Thomas P. wissen, wie man eine Menge zum Toben bringt. Und wenn sie gerade mit Singen und Gitarrespielen beschäftigt sind, sind ihre Kollegen Dominik W. (Keys, Programming) und Bernhard P. (Drums) im Hintergrund am Zug und motivieren die Leute zum Klatschen, Winken, Springen und Tanzen.

Ich würde mich nicht trauen, diese Band in ein Genre zu stecken. Ihr Stil ist stark genreübergreifend. Nicht durcheinander, sondern eine Kombination, die man in dieser Qualität noch nicht gesehen hat.
Spontan würden mir Wörter wie crunchy, spicy und flow einfallen um ansatzweise eine Beschreibung zu finden.

Sie bewegen sich zwischen Indie, Electro, Rock und sogar ein wenig Punk. Wer diese Band nicht bei der nächsten Gelegenheit live sieht, der verpasst die Chance, sie noch zu sehen bevor sie Konzerthallen füllen werden.

Ich bin mir sicher, dass diese Band bald aus jedem Lautsprecher ertönen wird - ganz egal ob durch eine CD, oder auch dadurch, dass sie auf jedem Radiosender gespielt werden.

Wenn es nicht ihr Song Stay High ist, wird es ein anderer werden. Aber vermutlich werden es alle werden, denn glaubt mir, es sind alles Hits!

Die Bands produziert unglaubliche Lieder. Sie verdienen tragen ihren Namen Luxusgold zurecht. Sie sind wie Goldschmiede, welche in ihrer Goldschmiede Luxusgold für unsere Ohren produzieren.


Vielleicht klingt der ganze Eintrag übertrieben. Vielleicht glaubt ihr, dass ich übertreibe. Aber seht sie euch selbst an, dann versteht ihr meine Euphorie für LUXUSGOLD.

Ich kann es nicht oft genug sagen, merkt euch den Namen:
Luxusgold.
LUXUSGOLD.
LUXUSGOLD!!!!!!